3 Abnehmmythen, die Du vergessen kannst
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Für nichts gibt es so viele Tipps und Tricks, wie für das Thema „Abnehmen“. Daran erkennt man wie sehr das Thema vor allem Frauen immer wieder auf den Nägeln brennt. Klar, wenn der Hosenknopf kaum noch zu geht oder man sich im Kleid vom letzten Sommer wie eine Presswurst fühlt, ist guter Rat teuer. Wenn der Frust groß genug ist, muss es dann auch ganz schnell gehen. Schließlich will man sich wieder wohl fühlen. Jetzt! Sofort!

Mythos 1: Diäten lassen schnell die Pfunde purzeln

„Ich muss aber erstmal die Masse runterkriegen.“ – ich kann nicht zählen, wie oft ich das schon gehört habe. Klar, das wollen wir alle, wenn es schon wieder zu viel ist. Mit Diäten klappt das auch einigermaßen schnell. Und dann? Dann kann man zusehen, wie man sich langsam oder auch schneller alles wieder anfuttert. Das ist auch logisch, weil eben keine Verhaltensänderung stattgefunden hat. Kein Mensch hält eine Diät dauerhaft durch. In den meisten Fällen wäre das auch fatal, denn wer sich langfristig z.B. von Ananas oder Formuladiäten ernährt, würde ziemlich schnell mit Mangelerscheinungen zu kämpfen haben.

Im eigentlichen Sinne heißt Diät auch Lebensweise und als genau das sollte man eine Diät auch begreifen: die Umstellung seiner Gewohnheiten hin zu einer gesünderen Lebensweise. Das muss nicht strikt von heute auf morgen passieren – im Gegenteil. Auch Kleinigkeiten, die man im Alltag anders gestaltet, können schon in kurzer Zeit spürbare Ergebnisse erzielen.

Wann hast Du zum Beispiel das letzte Mal die Sporttasche in der Hand gehabt?

So können wir Schritt für Schritt lernen, wie ein gesunder Lebensstil aussieht und uns gleichzeitig daran gewöhnen dies oder jenes zu machen, ohne, dass unser Schweinehund ständig dazwischenfunkt. Versprochen: Kleinigkeiten ändern sich leichter als alles auf einmal!

Mythos 2: Kohlenhydrate oder Fette machen dick

Abends keine Kohlenhydrate, zum Frühstück unbedingt mindestens ein Müsli, fettarme Milch, fettarmer Joghurt etc., etc. Die Verteufelung einzelner Makronährstoffe ist bereits seit vielen Jahrzehnten Mode. Was mit Fetten anfing – weil es nach dem Krieg nicht für alle erhältlich war – geht nun mit Kohlenhydraten weiter – weil wir sie ständig im Überfluss haben. Und genau hier liegt auch der Schlüssel. Nichts macht per se dick, sondern die Dosis macht das Gift. Unser Hauptproblem ist dabei in meinen Augen die Abwechslung. Viele Menschen kaufen ständig immer nur dieselben Produkte. Viele leben fast ausschließlich von Fertigprodukten, sei es TK oder aus dem Kühlregal. Bei den wenigsten landet jahreszeitliches Obst und Gemüse im Korb – stattdessen Brot, Nudeln, Pizza, Brotaufstriche, künstlicher Käse und weils so schön fettarm ist: Frischkäsezubereitungen a.k.a. Philadelphia. Versteht mich nicht falsch. Selbstverständlich kannst Du Brot, Nudeln und Pizza essen, wenn es Dir bekommt. Nur sollte Dir auch bewusst sein, dass das sehr viel Energie ist, die Du sportlich auch wieder verbrauchen musst. Wer nur rumsitzt, sollte sich hier vielleicht etwas zurück halten.

Fazit: Die Menge macht den Unterschied, nicht der Makronährstoff an sich, denn egal ob Kohlenhydrate oder Fette: wir brauchen alles.

Mythos 3: Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages

Vergiss es. Jeder Mensch is(s)t anders. Die Hadza in Afrika zum Beispiel, laufen manchmal morgens zwei Stunden den Affen hinterher, bevor sie was zu beißen bekommen. Nicht jeden Tag, aber es gehört dazu. Während manche Menschen in unseren Breiten fröhlich mit leerem Magen zur Arbeit hüpfen und dort den Vormittag mit einem großen Glas Wasser locker überstehen, schaffen es andere gerade mal bis zum nächsten Bäcker an der Ecke um sich dort mit Heißhunger ein Schokocroissant zu genehmigen. Auch hier gilt wie bei allen anderen Sachen: was bekommt Dir? Nimmst Du wahr, was Du tust oder ist es immer nur „der Stress“ und „keine Zeit“? Man kann beides trainieren und üben – Heißhunger und längere Phasen ohne Essen. Je nachdem womit man sich vorrangig ernährt, wie man isst und welche Stellung die Ernährung im Alltag hat. Der Schwerpunkt liegt hier auf nähren, denn auch hungern ist keine Lösung…

Hast du auch einen Mythos entlarvt? Schreib mir!

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2 Comments to “3 Abnehmmythen, die Du vergessen kannst”
  • Micha
    17. November 2014 - Antworten

    „Fazit: Die Menge macht den Unterschied, nicht der Makronährstoff an sich, denn egal ob Kohlenhydrate oder Fette: wir brauchen alles.“…
    tja, leider Müll…lies mal bei Strunz nach…obiger Bockmist hätte auch von der DGE od. d. dt. Adipositasgesell. stammen können…und ob es einen Unterschied macht…ob Du 100 kcal Kohlenhydratpulver/-granulat od. 100 kcal Fett od Eiweiß zu Dir nimmst, macht schon einen Uterschied aus…warum probiest Du es nicht mal aus..ich hab es…tja, und nun frag Dich mal mit welchem ergebnis…^^
    nix für ungut, Micha

  • nadja

    nadja
    18. November 2014 - Antworten

    Lieber Micha, wenn du meinen Blog liest, ist dir sicher aufgefallen, dass ich für meinen sportlichen Output ziemlich Low Carb lebe. Für mich macht es einen riesen Unterschied wieviele KH ich in mich reinschaufel. Für viele andere sind KHs aber essentiell um sich wohl zu fühlen und wer viel Sport treibt, der wird ohne oft schlecht umhin kommen. Die Qualität der Kohlenhydrate stelle ich dabei allerdings oft schon in Frage. Kein Zweifel. Darüber hinaus steht ja in dem von dir zitierten Satz auch: „die Menge macht den Unterschied“ und die sieht optimalerweise bei jedem anders aus.

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