Buchtipp: Darm mit einer ganzen Menge Charme

Gerade mal 24 Jahre alt und schon ein fetziges Buch über den Darm auf der Erfolgsliste. Nicht schlecht! Die junge Doktorandin Giulia Enders aus Frankfurt zeigt mit ihrem Buch „Darm mit Charme“, dass an unserem Darm so gar nichts Ekeliges zu finden ist. Denn in Wahrheit sind wir als Menschen nur Deko um unseren Verdauungstrakt durch die Gegend zu transportieren und ihm so in regelmäßigen Abständen neue Nahrung zuzuführen. Giulia hat das früh erkannt und ein Buch über den Darm geschrieben, das ihre Schwester Jill witzig illustriert hat. Dabei wäre das beinahe nicht nötig gewesen, denn Giulia verfügt über einen famosen Wortwitz, der das Thema Darm und Verdauung auch dem größten Wissenschaftsmuffel näher bringen kann.

So lernt man anschaulich und verständlich, warum man letztlich das billige Frittierfett genau wie das gute Olivenöl direkt ins Herz gießt; warum Urin gelb ist und was das vermeintliche Magenknurren mit dem Großreinemachen im Dünndarm zu tun hat.

Außerdem erfährt man viel über die die richtige Pflege des wichtigsten Teils unseres Immunsystems.

Wusstest du zum Beispiel, dass es Menschen gibt, die sich beim kacken röntgen lassen? Tatsache! Die gibt es und dasdarm mit charme_illustration Tolle ist, dass das dabei hilft zu verstehen, dass unser deutsches Keramikklo alles andere als gut für die vollständige Entleerung unseres Darms ist. Wer entspannte Tiefkniebeuge machen kann beweist also nicht nur Beweglichkeit, sondern kann auch schneller und effizienter Bakterienreste und unverdaute Pflanzenfasern wieder loswerden.

Zu all den witzig verpackten Fakten gibt es lustige Bildchen, die das ganze verdeutlichen und anhand derer jeder Spaß am Thema finden kann. Auch ganz ohne Wissenschaftsmief und vorangestelltem Biologiestudium.

Fazit

Wer sich mal so richtig was über unser Verdauungs- und Immunsystem anlesen will, aber gar keine Lust auf trockene Fachbücher hat, ist bei Giulia Enders genau richtig. Witzig, unterhaltsam und wirklich schwer aus der Hand zu legen. Auch, wenn man schon weiß, welche Armee da im Darm jeden Tag dafür sorgt, dass Tante Klaras Schwarzwälder-Kirschtorte in seine kleinsten Bestandteile zerlegt auf unseren Hüften landet.

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