Fünf mal Fünf: Fast geschafft!

So ein Frust!

Eigentlich sollte dieser Artikel die Überschrift „Fünf mal fünf: geschafft!“ tragen. Und dann kam am 24sten Tag alles anders als geplant. Hexenschuss! Dieser Artikel war schon geschrieben und ich habe die ganze Woche dran gefeilt. Jetzt fliegt mir der Draht aus der Mütze vor lauter Wut über mich selber. Ehrgeiz, und zwar viel zu viel davon. Wie immer, wenn‘s mal wieder nicht so klappt wie ich mir das wünsche.

Rückenschmerzen bekommt nur, wer schwer zu tragen hat.

Alles psychisch. Mit dieser Weisheit wurde ich heute Morgen zu Hause belehrt. Ok, kann sein. Vielleicht waren die letzten fünf Wochen auch einfach zu viel. Bis gestern hatte ich den Eindruck, dass ich das schaffe. Irgendwie. Essen, Schlafen, Arbeiten, Trainieren. Für mich war das mit viel Disziplin verbunden. Muskelkater, Spannungsschmerzen, zwischendurch gab es jede Menge Tage an denen es nicht leicht war die Sporttasche auf den Rücken zu packen und los zu fahren. Oder abends noch zu Hause zu trainieren, wenn die Termine meine eigentliche Trainingszeit nicht zuließen. (Abends kann man nicht ins Gym, das ist noch weniger als sonst auszuhalten).

So, jetzt raff ich mich mal auf aus meinem Selbstmitleid und erzähl euch trotzdem, wie es war. Denn bis gestern war es nur gut:

5×5 mit Clubbells.

Fünf Übungen, fünf Wiederholungen pro Seite, fünf Tage pro Woche, dazwischen 2 Tage Pause.

Hier erstmal einen kleinen Eindruck vom Training mit Clubbells:

 

Wie genau welche Übungen ich absolviert habe und wie das funktioniert ist hier erst einmal irrelevant, weil ich glaube, dass jeder, der sich selbst keinen Plan aufstellen kann, mit einem Trainer ganz gut bedient ist. Sucht euch also jemanden, der euch einen Trainingsplan schreibt oder besucht einen Workshop und stellt eure Fragen. Erstens, weil die Jungs und Mädels auch von irgendwas leben und ihre nicht ganz kostengünstigen Ausbildungen finanzieren müssen und zweitens weil du ein individuelles Programm bekommst, deine persönliche physische Verfassung Ausgangspunkt ist und das ganze damit nicht zu einem frustrierenden Abenteuer wird. Ich glaube auch nicht, dass man aus YouTube-Videos genug lernt.

Wie dem auch sei: Ich habe mit der 5 kg Keule begonnen und konnte nach der dritten Woche, die ja einigermaßen anstrengend war, dann auch die 7,5kg und 10kg nach und nach mit einbauen. Mit letzterer ist mir zum Schluss die Clockwork Squat und eine Variation des Two Handed Swipe sogar ganz gut gelungen. Ok, im Rückblick war ich wohl genau an dieser Stelle etwas zu ehrgeizig.

Und was hat’s gebracht?

Nun sehe ich mich zum einen jeden Tag im Spiegel und trainiere auch noch vor einem, ich kann also beim besten Willen nur mit viel Ego einen optischen Effekt erkennen. Dieser Aspekt der Reflektion liegt mir nicht so sehr. (Gut, zugegeben: Letzte Woche habe ich vorm Spiegel gekniet und bin über meine Beine ins Staunen geraten…darauf gibt’s noch ein paar Kniebeuge)

Auf jeden Fall hat das Training aber einen Effekt auf Kraft und Beweglichkeit. Die 5 kg Keule kann ich jetzt wesentlich graziler führen. Und auch vor 7,5kg und 10kg hab ich keine Angst mehr. Ich denke, dass der Kraftgewinn für fünf Wochen Training schon ganz ordentlich ist. Die Spannung, die ich vor allem in den Schultern zwischenzeitlich gespürt habe, deutet jedenfalls darauf hin. Die 5-Tage-Woche mit dem einigermaßen strammen Plan, ist ja auch ein ganz ordentliches Programm. Zugegeben, ich hab an den Erholungstagen auch nicht komplett auf Bewegung verzichtet sondern ein bisschen Yoga gemacht, sonst wäre ich vor allem in der vierten Woche vor Spannungsschmerz vergangen. Die Fähigkeit aktiv und bewusst zu atmen und Muskelentspannung herbeizuführen, schadet auch nicht wirklich. Siehe hierzu Yoga und Pilates. (Hilft übrigens auch bei Hexenschuss.)

Und sonst?

Hab‘ ich mich jeden einzelnen Tag gespürt und echt Disziplin gebraucht um den Plan und die aktuell recht hohe Arbeitsbelastung im Job zu schaffen. Essen, Schlafen, Arbeiten, Sport. Ich habe bisher nie so intensiv die Bedeutung von 8-9 Stunden Schlaf gespürt. Es hat an manchen Tagen Überwindung gekostet und an anderen habe ich mich gefreut, dass ich mich überwunden habe. Es hat mal Spaß gemacht, mal weniger, aber es war ein konstanter und noch dazu anspruchsvoller Plan, der auch den Rest meines Tages bestimmt hat. Ohne genug Schlaf, ordentliches Essen und ohne ein gutes Stück Disziplin und Motivation wäre das nicht gegangen. Schlussendlich  hat es aber auch immer dazu geführt, dass ich mich gut gefühlt habe. (Ok, zugegeben: bis gestern.)

Fazit: Ausprobieren!! Termine für Workshops findet ihr z.B. bei ITS und bei Tensho. Personal Training gibt’s auch bei den Jungs von puremovements.

Und jetzt?

Morgen ist Samstag und eigentlich wollte ich zum  TACFIT Workshop im Tensho. Das kann  ich mir jetzt schenken. Leider.

Nur gut zu wissen, dass das alles so sein soll wie’s ist. Damit erträgt man auch die Enttäuschung besser.

Ssernanishexenschusso, und darauf koch ich mir jetzt noch so einen Sternanis-Tee mit Ingwer zur Förderung der Muskelentspannung. Mmmh!

Euch einen guten Start ins Wochenende!

 

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