4 Quick-Tipps zum Abnehmen

„Ich will abnehmen, habe aber überhaupt keine Lust mich in das Thema Ernährung so tief einzuarbeiten, wie du das getan hast. Was soll ich tun?“ Auf diese Frage reagiere ich immer mit einem kleinen Staunen. Schließlich bleibt einem nichts anderes übrig als sich mit seiner Ernährung zu befassen, wenn man möchte, dass sich etwas ändert. Dennoch gibt es ein paar kleine Regeln, die konsequent umgesetzt schon zu Erfolgen führen können.

  1. Um Abzunehmen musst du essen!

Die meisten Menschen glauben, dass sie bei einer unterkalorischen Ernährung doch zügig Erfolge verzeichnen müssten, schließlich essen sie weniger als sie theoretisch verbrauchen. So schlicht ist unser Körper aber nicht gestrickt. Je nach Körperbau haben wir einen ungefähren Grundumsatz von 1300-1500 kcal. Die benötigen wir nur um den ganzen Tag regungslos im Bett zu liegen und unsere Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Sobald du dich bewegst, denkst etc. brauchst du ohne Zweifel mehr. Gibst du deinem Körper die Nahrung über einen längeren Zeitraum nicht, schaltet dein Organismus auf Notprogramm und legt alles, was du isst in Fettpölsterchen um deine Hüften. Schließlich braucht er ja noch etwas, wovon er zehren kann, wenn du die Nahrungszufuhr ganz einstellst.

  1. Muskeln sind Kraftwerke

Wer mehr Muskeln hat, verbraucht auch mehr. Daraus folgt, er kann auch mehr essen. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist Kraftsport das einzige was uns hilft mehr Muskeln aufzubauen und so unseren Grundumsatz zu erhöhen. Sogenanntes Cardio-Training, von dem die meisten glauben, dass es nötig sei um Kalorien zu „verbrennen“ ist absolut nicht notwendig. Im Gegenteil, wir können gut mit Kraftsport abnehmen und unser Gewicht langfristig halten. Hinzu kommt ein nicht zu verachtender Vorteil: größere Muskeln lassen uns straffer und geformter aussehen. Frauen sollten übrigens keine Angst haben, dass sie morgen eklig muskulös werden, wenn sie anfangen Gewichte zu stemmen. Das ist lächerlich. Wenn du morgen nicht anfängst auf Leistungssportniveau Bodybuilding zu betreiben, passiert da lange nicht viel Sichtbares. Du wirst dich aber schnell stabiler und sicherer fühlen, dein Gang verändert sich zum positiven und du wirst straffer. Das war’s dann aber auch schon ;). Tut nicht weh und sieht gut aus. Wem die Motivation fehlt: besorg dir einen Personal Trainer, der dir im Abstand von ein paar Wochen neue Trainingsziele setzt. Eine halbe Stunde Training am Tag reicht dann oft schon aus.

  1. Fett macht fett.

Natürlich nicht. Wir sind ja keine Maschinen, die so simpel funktionieren. Kohlenhydrate (=Zucker) machen fett. Unser Körper gewinnt Energie aus Fett und Eiweiß. Deswegen legt er Kohlenhydrate bei einer Überversorgung auch in Fett an, damit er sie in schlechten Zeiten daraus Energie gewinnen kann. Eiweiß brauchen wir dringend um unsere Muskulatur zu stärken, denn auch daraus kann der Mensch Energie gewinnen. Essen wir also zu wenig davon (und verzichten wir auf das Training) holt sich der Stoffwechsel die nötigen Eiweiße aus der Muskulatur. Die Folge ist das, was wir Muskelabbau nennen. Außerdem schmeckt Fett verdammt gut und macht langanhaltend satt. Probier’s mal mit einer Hand voll Nüsse aus.

  1. Ich habe keine Zeit/keine Lust mir was zu essen zu machen.

Dann solltest du dringend an deinen Gedanken arbeiten. Wir können uns zu allem motivieren, wenn wir wollen. Wir können uns aber auch einreden, dass es sich nicht lohnt sich mit gutem Essen etwas Gutes zu tun. Wie wäre es stattdessen mit der Erkenntnis, dass jede Zelle deines Körpers aus dem besteht, was du dir an Nahrung zuführst? Langfristig kann nur aus guten Zutaten ein gut funktionierender Körper entstehen. Der Zugewinn an Lebensqualität sollte es dir wert sein. Wenn der innere Schweinehund das nächste mal also schreit „Ich habe aber keine Lust zu kochen!“ dann entgegnest du ihm einfach „Doch, denn ein gutes Essen bin ich meinem Körper schuldig.“

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