Getreide macht süchtig!?

Der Speiseplan der meisten Menschen in unserer westlichen modernen Gesellschaft besteht zu einem großen Teil aus Getreide und damit aus Kohlenhydraten/Zucker. Unser Körper und vor allem unser Gehirn braucht Zucker. Eine kohlenhydratreiche Ernährung liefert konsequent Zucker und hält damit auch die Insulinpumpe permanent am Laufen. Die Folge ist ein andauernd hoher Insulinspiegel, der den Fettabbau und die Gewinnung von Energie aus deinen „Polstern“ verhindert.

Gnade, Vergebung und DankAllein dieser Fakt führt dazu, dass der Entzug von Getreide zur gefühlten „Unterzuckerung“ führt, dir in der Abgewöhnungsphase schwindlig wird und du dich kraft- und energielos fühlst. Das Gefühl geht nach ca. 3-4 Wochen vorbei, wenn dein Körper verstanden hat, dass er sich seinen Zucker in Form von Glukose woanders herholen muss. Zum Beispiel aus deinen Fettpolstern.

Getreide macht süchtig

Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum Getreide süchtig macht. Vielleicht hast du schon einmal einen kleinen euphorischen Schub erlebt, nachdem du einen Muffin oder ein Sandwich gegessen hast. Das ist keine Einbildung, sondern Bio-Chemie. Laut Dr. Perlmutter wissen wir seit den 70ern, dass Gluten in einen Mix aus Polypeptiden aufgespalten wird, die die Blut-Hirn-Barriere überschreiten können. Sobald diese im Gehirn sind, können diese an die Morphine-Rezeptoren andocken und ein leichtes Hochgefühl erzeugen. Das sind die gleichen Rezeptoren, an die Opiate andocken um ein süchtig-machendes Hochgefühl zu erzeugen. Diese als Exorphine bezeichneten Peptide werden bei Getreideverzicht natürlich schmerzlich vermisst. Was manche Menschen da erleben ist also im wahrsten Sinne ein Entzug von einer süchtig machenden Substanz.

Vor diesem Hintergrund erstaunt es auch nicht, dass die Lebensmittelindustrie kein Interesse daran hat Gluten aus ihren Produkten zu verbannen. Im Gegenteil: moderne Getreidesorten enthalten bis zu 40x mehr Gluten als die Getreidesorten, die unsere Vorfahren einst anbauten. Vieles davon wurde allein in den letzten 100 Jahren „dazu gezüchtet“. Warum? Gluten ist das Klebereiweiß, was die Industrie den Teig leichter verarbeiten lässt und das fertige Brot zusammenhält. Ohne Gluten wären unsere Backerzeugnisse sehr krümelig. Und ohne Gluten wäre es keine Sucht.

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1 Comment to “Getreide macht süchtig!?”
  • Keks
    9. September 2016 - Antworten

    Hallo liebe Autourin

    Um solche Artikel wie diesen zu finden, muss man schon Die richtigen Schlagwörter intuitiv eingeben. „Brot macht abhängig“ diese Vermutung habe ich schon lange. Und nicht nur das, „Brot macht meiner Meinung nach auch dumm“ wirkt sich zu mindestens auf mein Denkvermögen aus. Schon als Kind habe ich mich gefragt, warum ich immer so aufgedreht bin und mir nichts merken kann. Das mag einerseits an dem jungen Alter liegen, könnte man jetzt einwenden, aber am Aufgedreht sein hat sich bis jetzt nur wenig geändert. Die Aufmerksamkeit scheint sich durch Zucker oder Substanzen die in solche umgewandelt werden, derartig zu schwächen, das man erst mal einen 3000 Meter Lauf machen muss um die überschüssige Energie wieder los zu werden, bis man einigermaßen wieder bei der Sache ist.

    Jeden Morgen der ganz zum Bäcker, obwohl der Kühlschrank mit anderen essbaren Leckeren voll ist. Genau so gut könnt ich auch mal erst am Mittag essen und von meinen Energiespeichern zehren, so wie es die Natur vorgesehen hat. Mach ich aber nicht. Aufs Brötchen kommt dann noch Butter, Marmelade oder Honig. Und ein Kaffee macht das Frühstück perfekt. Komisch, nachher bin ich irgendwie ausgelaugt. Obwohl ich doch gerade geschlafen habe und Kaffee getrunken habe, müsste ich doch jetzt fit sein? Das ist ja immer noch wie zu Schulzeiten. Bei mir ist einfach sehr wenig hängen geblieben. Ich bin doch nicht etwa dumm?
    Nein das bin ich ganz gewiss nicht, Schließlich kann ich sehr gut Zusammenhänge erkennen und Probleme lösen.

    Und wenn ich mir die Menschen von außen so ansehe. Kommt es mir so vor als ob ich eine Art Übermut bzw. Übereifer sehen kann. keiner scheint mehr so richtig darüber nachzudenken, was er da eigentlich macht, während sein Leben vorüberzieht?

    Haben wir nicht ursprünglich mal Maschinen entwickelt, damit wir es leichter haben und nicht mehr so viel arbeiten müssen. Dennoch merke ich davon eher wenig. Denn in der Landwirtschaft arbeitet kaum noch Jemand. Stattdessen scheint die Hälfte der Menschheit im Büro zu sitzen um vermeintlichen Tätigkeiten nachzugehen.

    Ist die Menschheit bereits soweit überdreht, das sie nicht mehr weiß wohin mit all ihrer Energie? Schaffen wir vor lauter Überfluss Gesetze die uns das Leben wieder schwerer machen? Und ich muss mehrmals am Tag essen um nicht zu verhungern? Mir scheint es ein Kreislauf zu sein, der mich in meiner Handlungsweise stark einschränkt. Und die wirklichen wahren Dinge des Lebens bleiben auf der Strecke. Da ich viel zu viel Zeit und Geld für Brot, Butter, Marmelade, Honig, Kaffee, deren Filter, Kuchen und Abends Bier oder Wein dazu noch Nüsse oder Chips ausgebe. Zwischendurch muss ich schlafen, da ich mich müde fühle, es aber gar nicht bin….

    Vielen Dank fürs lesen… „Ein kritischer Mensch im Leben“

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