Es ist die Woche der Bohne!

Gestern Abend wurde in meiner Küche erklärt, dass dies die Woche der Bohne sei. Warum? Es gibt diese Woche einfach mal jeden Tag Bohnen. Ob mir das gut tut, weiß ich noch nicht, aber das werde ich ja sehen. Theoretisch sind Bohnen natürlich so gar nicht Paleo, aber um ehrlich zu sein gehören sie doch noch zu den einigermaßen erträglichen nicht-Paleo-Lebensmitteln. Richtig vorbereitet spricht auch gar nichts gegen sie und unser Körper ist sehr wohl in der Lage sie ordentlich zu verdauen.

Bohnen gehören zur Gruppe der Hülsenfrüchte und sind tabu, oder?

Und damit wäre aus Paleo-Sicht auch schon alles gesagt: Hülsenfrüchte sind schwer verdaulich und enthalten wie auch Getreide große Mengen an Lektinen und Phytinsäure um sich vor Fressfeinden zu schützen. Für den Menschen bedeutet das, dass es schwer ist die enthaltenen Mineralstoffe im Rahmen des Verdauungsvorgangs zu absorbieren. Diese Anti-Nährstoffe lassen sich aber durch eine entsprechende Vorbereitung in der Küche allerdings weitgehend deaktivieren. Aber mal ehrlich? Wer isst schon rohe Bohnen? Oder Linsen? Die gehören nämlich auch zur Gruppe der Hülsenfrüchte. Also alles schön einweichen, quellen, wässern und schon spricht eigentlich kaum etwas dagegen, ab und zu Hülsenfrüchte zu essen. Vorausgesetzt du musst nicht im Rahmen einer Auslassdiät darauf verzichten (Autoimmunprotokoll, FODMAPS etc.). Ein bisschen Bewegung schadet auch nicht, denn vor allem dicke Bohnen sind reich an Kohlenhydraten, die auch wieder verbraucht werden wollen.

Im Gegensatz zu den dicken Bohnen sind grüne Bohnen durchaus 100% Paleotauglich und gehören dank einer hohen Nährstoffdichte schon eher zu den gesunden Lebensmitteln. Grüne Bohnen sind reich an Vitaminen C bis K, Folsäure und Kalzium. Gekocht enthalten sie auch kaum noch Phytinsäure, sodass der Effekt des Anti-Nährstoffs vernachlässigt werden kann. Wer also feststellt, dass er grüne Bohnen (und übrigens auch Erbsen) verträgt ohne Verdauungsbeschwerden zu bekommen, kann sie ruhig in die Liste der für sich verträglichen Lebensmittel aufnehmen.

Grüne Bohnen sind vielfältig in der Zubereitung

In meiner Paleowelt liebe ich grüne Bohnen vor allem vorgekocht und in kleine Pakete in Speck oder Schinken gewickelt und angebraten. Das passt hervorragend zu Lamm in jeglicher Form. Am Montag gab es bei mir mit Zwiebeln und Ingwer angebratenes Rinderhack mit vorgekochten Bohnen, ein paar Tomatenscheiben darüber legen und mit kleinen Stücken Ziegenweichkäse im Ofen überbacken. Nach Belieben sollte das natürlich mit Salz und Pfeffer und Paprika gewürzt werden. Wer kann und mag, reibt noch etwas Parmesan darüber (jaja, das ist nicht so Paleo…).

Aber auch vegetarisch sind Bohnen ein Geschmackserlebnis. Zum Beispiel vorgekocht und als Bohnensalat mit glasig angedünsteten Zwiebeln und Tomaten oder eben auch mit Ziegenweichkäse überbacken. Letzterer passt einfach gut zu grünen Bohnen. Veganer mögen vielleicht einen grüne Bohnen-Hirse-Salat probieren?

Fazit: Es muss ja nicht gleich eine Bohnenwoche sein, aber wie wär‘s bei dir mal wieder mit grünen Bohnen?

1 Comment to “Es ist die Woche der Bohne!”
  • Ancestral Chef
    26. April 2014 - Antworten

    Agreed! Green beans are definitely delicious and a great addition to any paleo meal 🙂 Es schmeckt sehr gut!

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