Guten Morgen! Ausgeschlafen?

Oder hat der Wecker bei dir heute Morgen auch schon wieder viel zu früh geklingelt?

In letzter Zeit passiert mir das selten, was aber daran liegt, dass ich peinlich genau darauf achte, dass ich meine 8-9 Stunden Schlaf bekomme. Meine Tage sind einfach zu voll gepackt, sodass ich die Energie brauche um strukturiert und konzentriert arbeiten zu können.

Schlaf ist in unserer Zeit ein großes Thema.

Viele Menschen bekommen nicht genug davon, leiden unter Schlafstörungen verschiedenster Art. Neuste Forschungen legen aber nahe, dass wir den Schlaf brauchen um das Gehirn von Abfallstoffen zu entlasten, die es während seiner normalen Funktionstätigkeit ansammelt. Auch wenn wir die Zusammenhänge heute noch nicht ganz verstehen, ist doch jedem klar, dass es mit ausreichend Schlaf besser geht.

Wieviel das ist, ist bei jedem Menschen verschieden. Napoleon kam angeblich dauerhaft mit 4 Stunden Schlaf aus, Einstein brauchte seine 12 Stunden. In der Regel liegt der menschliche Schlafbedarf aber irgendwo zwischen 6 und 9 Stunden. Wer dauerhaft zu wenig schläft, bekommt das schnell zu spüren. Man wird unkonzentriert und büßt ganz schön an Leistungsfähigkeit ein. Wer aber zu viel schläft, steigert der aktuellen Forschung zufolge offenbar sogar das Risiko depressiv zu werden. Oder anders gesagt: wer psychisch nicht fit ist, sollte sich bewusst den Wecker stellen und aufstehen, anstatt die depressive Phase ausschlafen zu wollen.

Interessant ist auch, wie der eigene Schlaf denn genau aussieht. Schläfst du tief die ganze Nacht durch oder wachst du immer wieder auf? Davon ist abhängig, wieviele Stunden du brauchst. Denn nur, wer einen erholsamen Schlaf hat, kann auch mit wenigen Stunden auf der Matratze gut umgehen.

Um einen Anhaltspunkt dafür zu bekommen, gibt es mittlerweile ganz nette Apps für iPhone und Co. Einfach mal nach „sleep cycle alarm“ suchen. Auf Flugmodus geschaltet und auf der Matratze platziert, zeichnet das Telefon so deine Tief-, Leichtschlaf- und Wachepisoden auf. Ich hab‘ das mal ausprobiert und bin überrascht, dass ich eigentlich besser schlafe, als ich geglaubt habe. Wer an einer achtspurigen Kreuzung wohnt, weiß, dass man schon einigermaßen abgehärtet sein muss, um gut zu schlafen. Die kurzen Wachepisoden sind demnach wohl auch eher LKWs, die an meinem Fenster vorbei fahren, aber das kann das iPhone ja nicht wissen. Außerdem wecken diese Schlafzykluswecker dich dann, wenn du im leichten Schlaf bist. Irgendwann in einem Zeitfenster von 30min. um deine Aufstehzeit. Ich finde das toll und fühle mich tatsächlich wacher morgens und nicht so aus dem Schlaf gerissen.

Schlafhygiene ist ein schlimmes Wort

Aber Tipps für einen guten Schlaf findet man überall. Einige davon haben sich bei mir bewährt:

  • Zu üppiges Abendessen vermeiden.
    Wer abends üppig und kohlenhydratreich isst, hat es schwer einzuschlafen. Auch wenn die Verdauung in der Nacht weiterläuft, so solltest du dir abends den Bauch nicht mit Pizza und Nudeln vollschlagen. Das sogenannte Nudelkoma lähmt zwar ungemein, ein guter Schlaf kommt dabei aber nicht raus.
  • Kein Alkohol. Alkohol ist ein No-No bei Einschlafproblemen. Punkt.
  • Grübeln vermeiden.
    Stell deine Probleme mit den Hausschuhen bewusst vor dem Bett ab. Dies ist nicht die Zeit über Probleme nachzudenken. Das kannst du viel besser, wenn du ausgeschlafen bist. Wer Probleme hat seine Gedanken gehen zu lassen, sollte es mal mit Meditation oder Selbst-Hypnose versuchen. Aller Jubeljahre, wenn ich einfach mal keine Ruhe finden will, nutze ich die get-deep-sleep-app und in Windeseile bin ich im Lummerland.
  • Und der beste Tipp von allen: Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen!
    Wer seine Aufgaben  nach bestem Wissen und Gewissen erledigt, seine Beziehungen fair führt und sich seinen Werten gemäß verhält, hat keine Einschlafprobleme. Wer sie hat, hat in irgendeiner Ecke geschludert und sollte dringend aufräumen und die Dinge angehen. Dann klappt auch das mit dem Einschlafen wieder.

 

Und wie schlaft ihr gut ein?

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