Warum wir alle Kniebeuge machen sollten

„Das Ziel sind 150 Kniebeugen am Stück.“ Ich murre und weil ich einen großartigen Trainer habe, der bei meinem Murren schon mal einknickt, bekomm ich ganze 50 Kniebeugen erlassen. Das ist natürlich Quatsch (und wird nach diesem Artikel sicher auch nicht mehr funktionieren). Die 150 Kniebeugen sollen dazu beitragen, dass ich genug Kraft entwickle um mit meiner schiefen Hüfte ordentlich zu laufen und meine Haltung zu verbessern. Ich mach‘ sie also trotzdem.

Für Ausdauersportler sind Kniebeuge ein absolutes Muss. Für Kraftsportler sind sie sowieso Pflicht. Und alle anderen sollten sich dringend mal damit beschäftigen, denn auch wer nur ein „bisschen“ Eigengewichtstraining zu Hause machen will, kommt um Kniebeuge nicht herum.

Kniebeuge nerven, sie sind stinklangweilig und weil man als Schreibtischsitzer nie richtig gut dabei aussehen wird, obwohl man den ganzen Tag in genau dieser Position verbringt, fühlt man sich immer ein bisschen dämlich dabei. Die kahlrasierten Typen in der Kraftecke gucken auch immer ein bisschen mitleidig. Wahrscheinlich, weil sie auch keine 5 Stück gut hinbekommen. Hoffe ich jedenfalls immer.

Kinder sind die wahren Experten in Sachen Kniebeuge. Meine knapp 2-jährige Nichte ist zum Beispiel ein Meister der ordentlichen Tiefkniebeuge, denn die ist eine ganz natürliche Haltung. Kinder spielen sogar im Deep Squat. Für die meisten Erwachsenen in der „westlichen Welt“ ist das eher unvorstellbar, zumindest aber sehr unbequem, weil wir es verlernt haben, unsere Faszien nicht mehr flexibel genug sind, unsere Muskulatur „verkürzt“ ist. In anderen Teilen der Welt dagegen entsorgt man in der Hocke den Rest vom Abendessen, was angeblich auch viel natürlicher und gesünder sein soll als unser Stuhlgang.

Kniebeuge sind ein echtes Ganzkörpertraining.

Es gibt aber noch andere Gründe regelmäßiig Kniebeuge zu üben. Ordentlich ausgeführte Kniebeuge trainieren nicht nur Beine und Po (hello Knackarsch!), sondern auch den Rücken und die Bauchmuskulatur (bye, bye Rückenschmerzen).

Wer sich dabei nicht die Knie kaputt machen will, sollte aber ein paar Sachen beachten:

  1. Füße schulterbreit auseinander und ca. 30° nach außen rotiert
  2. Oberkörper bleibt gerade, nicht im Lendenbereich kollabieren (rund werden)
  3. Gewicht auf den Fersen
  4. Knie bleiben über den Füßen und dürfen nicht über die Zehenspitzen hinaus kommen

 

Vielen Bürohengsten fällt es schwer auf Anhieb ordentliche Kniebeuge zu machen. Da hilft nur eins: dehnen und üben!

Watch the expert

deepsquatUnd nun? Nix wie ruff uff‘s Pferd! Und eins, und Zwei, und … Dreißig. Das reicht fürs erste. In ´ner halben Stunde dann nochmal. Das Ziel sind täglich 150 Kniebeuge am Stück.

1 Comment to “Warum wir alle Kniebeuge machen sollten”

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