Kreuzreaktionen bei Glutenunverträglichkeit

Neulich habe ich über die Schwierigkeiten berichtet, die Kuhmilch beim Menschen hervorrufen kann. Ungefähr zur gleichen Zeit habe ich begonnen selbst auf Kuhmilch zu verzichten. Erst etwas holprig, weil es wie bei allem erstmal etwas Orientierung braucht: was ist Kuhmilch und wo ist es überall drin? Dann kamen die Weihnachtstage und es wurde nicht gerade leichter sich bei Freunden am Tisch auf das zu beschränken, was man selbst für verträglich hält. Also hieß es die Portion Eis klitzeklein zu halten und den Tee ohne Milch zu nehmen. Außerdem war ich in den letzten Jahren ein ausgesprochen großer Fan von Cappuccino, Café Latte und Co.. Schwarzer Kaffee schmeckt mir nicht und Tee kam in meinem Tagesplan eigentlich nicht in nennenswerter Menge vor. Nun soll alles anders werden. Aber warum ist das so?

Neben Gluten kommen auch andere Eiweiße in Frage

Für viele Leute mit Glutenunverträglichkeit zeigt sich, dass sie neben Getreide auch auf andere Lebensmittel reagieren können. Und ich meine nicht nur solche Fertigprodukte in denen verstecktes Gluten enthalten ist.  Der Grund hierfür ist eine Immunreaktion auf Aminosäuren (Eiweiße), die eine dem Gluten vergleichbare Struktur aufweisen. Der Körper ist offenbar nicht in der Lage die gesamte Proteinkette zu lesen, sondern reagiert schon auf Teile daraus, die mit denen des Glutens identisch sind.

Dies führt bei einigen Menschen mit Glutenunverträglichkeit zu Kreuzreaktionen mit anderen Lebensmitteln.

Dazu gehören insbesondere folgende Lebensmittel:

Milch und alle Milchprodukteinkl. Schokolade Hefe
Sesam Kaffee
Hanf Mais
Buchweizen Reis
Amaranth Kartoffeln
Quinoa Mohrenhirse
Soja Hirse
Tapioka Eier

Es kommen natürlich nicht alle Lebensmittel bei jedem in Frage, aber sie sind zumindest für Betroffene alle in Betracht zu ziehen und auf die bekannte Art und Weise zu testen: 4 Wochen zu 100% ohne und dann versuchen das fragliche Lebensmittel wieder zu konsumieren.

Was es mir gebracht hat?

Ich lebe jetzt in der zweiten Woche so ganz und gar ohne Milch und der Effekt ist vor allem in meinem Gesicht deutlich zu erkennen. Nach meinem Urlaub in dem ich unbewusst kaum Kaffee getrunken habe, habe ich aus Gewohnheit wieder zum Kaffee gegriffen – mit dem Effekt, dass ich sofort wieder anfing zu blühen. Der Kaffee bleibt also jetzt auch erstmal weg. Das ist auch besser für meinen Kortisolspiegel. Ich ersetze ihn mit grünem Tee, den ich langsam sogar zu mögen beginne. Grüner Tee hat noch einen weiteren Vorteil: er gehört zu den wenigen Lebensmitteln, gegen die keinerlei Allergien und Unverträglichkeiten bekannt sind.

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