Warum Low-Carb Diäten funktionieren

Egal ob „Schlank im Schlaf“, Atkins, GLYX oder Paleo – moderne Abnehmstrategien haben eins gemeinsam: Iss‘ so wenig Kohlenhydrate wie irgend möglich. Aber warum funktioniert das? Um das zu verstehen, hilft ein bisschen Auffrischung der Grundlagen der Biologie.

Kohlenhydrate = Zucker und Stärke

Was wir im Sinne unserer Ernährung als Kohlenhydrate bezeichnen sind erst einmal alle Zucker, aber auch Stärke, wie sie in Getreide, Kartoffeln, Reis etc. vorkommt. Chemisch betrachtet ist das alles Zucker, den unser Körper auch als solche versteht und benötigt. Kohlenhydrate aus unserer Nahrung werden in unserem Körper in Glukose verwandelt. Mit Hilfe des Hormons Insulin wird Glukose in die Zellen transportiert und sowohl in der Leber als auch in unseren Muskeln als Glykogen gespeichert. Je nachdem wie trainiert du bist, kannst du zwischen 380g und 625g Kohlenhydrate in Form von Glykogen speichern. Wenn diese Speicher voll sind, verwandelt deine Leber den überflüssigen Zucker in Fett und lagert das für schlechte Zeiten ein.

In diesen „schlechten Zeiten“, die es ja heute so nicht mehr gibt, verwandelt der Körper Fett zurück in Glykogen. Das ist auch notwendig, denn insbesondere unser Gehirn ist auf Zucker als Treibstoff angewiesen. So können wir auch bei Nahrungsmangel überleben und unsere Körperfunktionen für eine gewisse Zeit aufrechterhalten.

Wenn die Kohlenhydratspeicher leer sind, „verbrennst“ du Fett

Nun besteht unsere moderne Ernährung aus Brot, Nudeln, Pizza, Kartoffeln, Reis und Süßigkeiten. Zu jeder Mahlzeit und zwischendurch, werden Kohlenhydrate in rauen Mengen konsumiert. Nicht nur füllt das unsere Fettspeicher kontinuierlich, sondern es führt auch dazu, dass mehr und mehr Menschen nach und nach Diabetes entwickeln. Die konstante Zufuhr von Kohlenhydraten – also Zuckern – lässt deine Insulinproduktion im Hochbetrieb laufen, denn der Zucker muss in die Zellen. Selbst wenn du zwischendurch deine Glykogenspeicher aufbrauchst, kann es sein, dass dein Körper nicht mehr in der Lage ist Fett abzubauen und in Glykogen zu verwandeln, weil dein Insulinspiegel kontinuierlich zu hoch ist. Was folgt, ist die berühmte „Unterzuckerung“, die dann mit einem Brötchen oder Süßigkeiten gestillt wird. Damit beginnt der Kreislauf von neuem. Aus diesem Grund sind viele Übergewichtige nicht in der Lage abzunehmen ohne Kohlenhydrate und damit alle Zucker und die meisten Stärken komplett von ihrem Speiseplan zu streichen.

Die gute Nachricht ist, dein Körper kann es wieder lernen seinen Energiebedarf aus Fett zu decken und immer nur soviel Zucker umzuwandeln, wie er benötigt. Du musst Kohlenhydrate nur auf ein Minimum beschränken und in kürzester Zeit purzeln die Pfunde.

Und wenn du dich für den gewichtsverlust schonmal dran gewöhtn hast, kannst du auch gleich dabei bleiben: eine Ernährung mit wenigen Kohlenhydraten ist nämlich weitaus gesünder.

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