Mein Jahresrückblick

So, nun ist es fast geschafft das Jahr 2013. Ganz nebenbei auch mein 30stes Lebensjahr. Dieses Jahr ist viel passiert, ich habe einige Ziele erreicht, einige auch nicht und mir auch jede Menge neue für 2014 gesetzt. Da das hier ein Gesundheitsblog ist, beschränke ich mich in meinem Rückblick auf mein gesundheitliches Jahr und auf die Dinge, die ich gelernt und geschafft hab.

Jahresanfang

Leben ist VeränderungIm Januar bin ich 30 geworden. Das war für mich ein Etappenziel, weil ich mir im Vorjahr vorgenommen hatte mit 30 fitter zu sein als je zuvor. Das ist mir auch ganz gut gelungen. Natürlich ist es albern, aber die runden Geburtstage sind ja für jeden immer so ein bisschen eine Erinnerung, dass man wirklich älter wird. Ich glaube da wird jeder ein bisschen wehleidig. Das Fitness-Ziel nehm‘ ich jetzt mit für meinen 35sten Geburtstag.

Im Februar bin ich zum ersten Mal zum Pilates gegangen. Bis auf wenige Wochen habe ich das auch beibehalten – sogar im Urlaub (Das war kein Fest!). Die ersten Stunden waren ein Albtraum. Es war wahnsinnig anstrengend und ich habe bei einigen Übungen lange keinen Fortschritt gesehen. Weil es das Versprechen gibt, dass man nach 30 Stunden Pilates ein neues Leben hat, bin ich dran geblieben. Mittlerweile komm ich ganz gut durch die Stunden. Vor allem das Clubbell-Training im Herbst hat aber auch viel zu einem stabileren Rumpf beigetragen, sodass die Übungen einfacher werden. Meine Haltung hat sich auf jeden Fall deutlich verbessert. Ich bin nicht nur aufrechter geworden, sondern hab auch –sofern ich das beurteilen kann – fast kein Hohlkreuz mehr.

Im März hab ich Getreide von meinem Speiseplan gestrichen. Die beste Entscheidung ever. Für mich gibt es keinen Weg zurück. Auslöser war reichlich Frust darüber, dass ich meine Hüftpolster trotz nahezu täglichem Training nicht loswurde. Zum einen gibt es hier natürlich Fortschritte zu vermelden, weil die Gesamtenergiezufuhr bei mir sicherlich weit unter 2000kcal am Tag liegt und Kohlenhydrate nur noch aus Gemüse und Obst bezogen werden. Mein Körper bekommt also einfach nichts mehr, was er in Fett anlegen könnte. Zum anderen hat der Verzicht zu einer immensen Verbesserung meiner Lebensqualität und meines Wohlbefindens geführt. Das ist auch der Grund, warum es bei mir keine cheat days gibt. Es ist zu einer inneren Überzeugung und zur Gewohnheit geworden.

Frühling…

Weiterhin habe ich im Frühjahr das Lauftraining aufgegeben. Ich hatte plötzlich keine Lust mehr. Durch die Ernährungsumstellung hatte ich auch nicht mehr das Gefühl, es für meinen Kopf zu brauchen um irgendwelche CLUBBELL_TRAININGFrustrationen oder Aggressionen wegzulaufen. Leider hat mich zum Mai auch mein Coach verlassen, was ich bis heute sehr bedauere, weil ich Philipp immer als große Inspiration und großartigen Motivator empfunden habe. Aber um ehrlich zu sein, war mir auch von Anfang an klar, dass der Mann keine Karriere in einem Stadtteilstudio anstrebt. Falls du das hier liest mein lieber Philipp: ich freu mich natürlich sehr für dich, dass sich neue und interessantere Aufgaben ergeben haben und hoffe, dass es dir gut geht. Ich bin dankbar, dass ich dich getroffen hab. Du hast in 2012 und 2013 einen riesigen Unterschied für mich gemacht.

Seit Mai habe ich also einen neuen Coach und ich versuche mich immernoch dran zu gewöhnen. Es ist schon seltsam, dass es Menschen gibt, die man sehr mag und deren Arbeit man auch fürchterlich schätzt, aber die immer das Gefühl hinterlassen, dass es besser wäre für den eigenen Seelenfrieden, wenn man ihnen aus dem Weg geht. Basti gehört für mich dazu. „Leider“ ist er ein verdammtes Ass in dem was er tut und darauf kann ich (noch) nicht verzichten. 2013 hat Basti maßgeblich dazu beigetragen, dass sich meine Haltung verbessert hat, meine Beine gerader geworden sind und ich mittlerweile fast zwei Schuhgrößen größer trage. Falls du es liest: Danke für einen herausragenden Job. Ich bin sehr dankbar, dass ich von dir lernen kann.

Sommer….

Im Sommer hatte ich eine unproduktive Phase. So funktioniere ich. Es gibt hochproduktive Zeiten und Phasen, in denen ich nichts zustande bringe. Dass das so ist, habe ich aber auch erst vor kurzem gelernt. Jetzt überlege ich noch, wie ich damit umgehen kann und was das für mich bedeutet. Die unproduktiven Phasen fühlen sich nämlich ziemlich beschissen an, wenn man in einer Gesellschaft lebt, die permanent Höchstleistungen erwartet. Ich kann mich in diesen Phasen wirklich nicht viel um meine Kunden kümmern, das nervt nicht nur mich. Zeit zum Nachdenken und runter kommen ist aber wichtig. Ich grübele noch, wie das gehen kann.

Nadja TeegeAußerdem bin ich im Juli den Womens Run in unter 25 Minuten gelaufen und hab damit mein Ziel erreicht. Im August war ich -leider mit einer aufziehenden Erkältung- beim Urbanathlon in Hamburg dabei. Das hat Spaß gemacht und war für mich auch ein Etappenziel nachdem ich erst im letzten Jahr wieder angefangen hatte, mich regelmäßig zu bewegen.

Herbst….

Im Herbst habe ich erstmals versucht meine Hautprobleme anzugehen. Das Fass war übergelaufen. Leider bin ich zum Hautarzt damit und habe so Zeit verschenkt und für mich selber Frust geschaffen. Ich war der Überzeugung, dass es an meiner Ernährung liegt und habe eine Ernährungsberaterin kennengelernt, die ihre Berufsbezeichnung nicht verdient. Ich weiß jetzt – auch aus Geschichten anderer – dass Ökotrophologen leider nicht in der Lage sind in Sachen Ernährung und Gesundheit zu beraten. Zumindest nicht so lange sie nicht eine sinnvolle Zusatzausbildung haben. Der unerschütterliche Glaube an die Allgemeingültigkeit der vollkommen veralteten Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) verbunden mit in diesem Fall einigermaßen limitierten Kapazitäten, stehen da leider im Weg. Ich finde es sehr bedauerlich, dass Menschen, die vielleicht nicht so wie ich gestrickt sind, an so geballte Inkompetenz geraten und deshalb krank bleiben müssen. Leider gibt es in unserem Gesundheitswesen kein entsprechendes Qualitätsmanagement, das das verhindert. Fraglich ist außerdem auch, ob die Leute Hilfe überhaupt wollen, oder ob die meisten nicht sowieso Pillen bevorzugen.

Im Oktober hat dieser Blog hier so richtig laufen gelernt. Er frisst auch ein gutes Stück Zeit, aber es macht Spaß Sachen zu recherchieren und zu reflektieren. Ich lerne jeden Tag Neues und mache so tolle Entdeckungen im Feld der Gesundheit – ich muss das teilen. Auch, weil mir das Schreiben hilft die Zusammenhänge besser zu verstehen. Ich hoffe, dass der ein oder andere was dabei lernt oder vielleicht Dinge entdeckt, die helfen das ein oder andere Wehwehchen in den Griff zu bekommen.

…und Winter.

Clubbell und Yogamatte Außerdem hab ich im Oktober/November eine kleine sportliche Herausforderung mit dem Clubbell 5×5 gemeistert, die mich nun im Nachhinein betrachtet schon ordentlich weiter gebracht hat. Seither übe ich mich übrigens an den Turnringen. Ob mir das Spaß macht, weiß ich noch nicht. Im Augenblick ist es mir noch nicht dynamisch genug, aber das liegt natürlich daran, dass mir die Kraft fehlt. Ich beiße mal die Zähne zusammen, ok? In den Weihnachtsurlaub werde ich aber sicher trotzdem die Stahlkeulen mitnehmen.

Zum Schluss gibt’s noch ein riesiges Dankeschön an den Mann, der mich bei allem begleitet und das alles mitmacht. So viel Veränderung wie in meinem Leben ständig stattfinden muss, damit ich bei Laune bleibe, halten nicht viele Menschen aus. Danke, dass du mich immer unterstützt, mir Mut machst, mich fest- und aushältst. Es ist wunderschön das Leben mit dir teilen zu dürfen. <3

Weiter geht‘s

das war meine Gesundheitsreise durch 2013. Ich habe auch einige Ziele für 2014 und mache deshalb mit bei der Blogparade „EriK – Es rappelt im Karton“ von Testlokal. Welche Ziele ich 2014 habe? Das erfahrt ihr nächste Woche.

Bleibt gesund!

1 Comment to “Mein Jahresrückblick”
  • Mel
    20. Dezember 2013 - Antworten

    Hallo Nadja,

    deinen Blog sehe ich heute zum ersten mal, aber das lesen deines Jahresrückblicks machte dich gleich symphatisch, da wir einiges gemeinsam haben, zumindest in Sachen Ernährungsumstellung und der Geschichte mit dem Sport. 😉 Ich freue mich schon auf deine Beiträge zu „EriK“ und wünsche viel Erfolg beim erreichen deiner Ziele. 🙂

    LG Mel

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