Nahrung für Kopf und Seele (Buchtipp)

„Essen hält Körper und Seele zusammen.“ sagt der Volksmund und damit hat er natürlich auch absolut recht. Leider ist diese uralte Erkenntnis in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr in Vergessenheit geraten, sodass psychische und mentale Ungleichgewichte schnurstraks auf dem Vormarsch sind. 2012 wurden in Hamburg erstmals mehr gelbe Scheine für stressbedingte Krankheitsausfälle ausgestellt, als für alle anderen Krankheiten zusammen. Fast jeder kennt einen oder sogar mehrere Burn-Out-Fälle und viele schleppen sich Monate lang kurz vorm Kollaps durchs Leben.

Stress ist einer der größten Probleme unserer westlichen Zivilisation.

Und dabei ist der alltägliche Termindruck nur ein Teil davon. Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die für unseren Organismus Stress bedeuten. Psychischer Druck am Arbeitsplatz -sei es durch Kollegen oder Vorgesetzte – gehört da genauso dazu wie unsere Gefühls- und Gedankenwelt, die zunehmende Distanzierung von der Natur, fehlende Ruhezeiten, zu wenig Tageslicht, aber auch eine immer miserabler werdende Ernährung ist für unseren Körper Stress, der sich nicht nur physisch, sondern auch psychisch niederschlägt.

Wir können unseren Körper nicht benutzen wie eine Maschine, die nur ab und zu zur Wartung muss.

Wir müssen ihn pflegen, damit er nicht heiß läuft und dann total ausfällt. Vielen Menschen gelingt das nicht mehr. Stattdessen werden körpereigene Botenstoffe im wahrsten Sinne des Wortes aufgebraucht oder unser Lebensstil sorgt dafür, dass sie nicht (mehr) in ausreichender Menge produziert werden können.

Die Folgen sind fatal für unseren Körper, aber genauso einfach lassen sich diese oft unerkannten Nährstoff- und Botenstoffdefizite auch beheben. Wie genau das bei psychischen Ungleichgewichten geht, schreibt Julia Ross in ihrem hervorragenden Buch Was die Seele essen will: Die Mood Cure. Ausführlich und für Laien sehr gut verständlich wird die Auswirkung unserer Ernährung und unserer Lebensweise auf die Produktion von Neurotransmittern durch essentielle und nicht-essentielle Fettsäuren erklärt. Was passiert, wenn meine Nebennieren nicht mehr klar kommen mit dem Stress, dem ich sie aussetze? Warum werde ich depressiv, wenn ich nicht gut esse und mich regelmäßig an die Sonne begebe. Und am wichtigsten: was kann ich genau dagegen tun?

Zugegeben, ich war bisher kein großer Fan von Nahrungsergänzungsmitteln und es sollte jedermanns Ziel sein ohne sie auszukommen, aber dieses Buch (und entsprechende Selbstversuche) haben mich davon überzeugt, dass es zeitweise notwendig sein kann auf sie zurück zu greifen um den Körper wieder in ein stabiles Gleichgewicht zu bringen. Denn letztlich sind mir Nahrungsergänzungsmittel von 5HTP über GABA bis Chrom, die normalerweise in ausreichender Menge von meinem Körper verfügbar sein sollten, immernoch lieber als Pharmazeutika, die mit anderen Mitteln in meinen Organismus eingreifen.

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