Rezept getreidefreies Kartoffelbrot

Ok, ok, Kartoffeln sind auch nicht gerade das gelbe vom Ei, wenn man nach Paleo-Maßstäben misst.

Natürlich sind sie als Nachtschattengewächse zumindest mit Vorsicht zu genießen, da auch sie eine Ursache für den berühmten löchrigen Darm sein können. Wer mit Auto-Immunerrankungen zu kämpfen hat, sollte sie also vorsichtshalber weglassen. Alle anderen können sie natürlich ab und an mal essen. Wer das trotzdem nicht möchte, kann für das folgende Rezept auch Süßkartoffeln nehmen, aber das Brot wird deutlich trockener. Eventuell sollte man dann ein Ei mehr reinschlagen. Und überhaupt ist Brot kein Essen, sagen jedenfalls die meisten Paleo-Freaks. Stimmt auch.

Nichts desto trotz gibt es aber Situationen in denen ein Brot echt fetzt. Zum Beispiel, weil man auf Reisen geht und es praktisch ist. Ich probiere also ab und an ein neues Rezept aus und habe es diesmal mit Kartoffelbrot versucht, weil mir irgendjemand Kartoffeln geschenkt hat (frag nicht…). Es ist ganz gut geworden und auch lange nicht so trocken wie getreidefreies Brot sonst manchmal ist.

Hier also die Zutaten:

  • 250g geschälte und vorgekochte Kartoffeln/Süßkartoffeln
  • 250g getreidefreies Mehl (Buchweizen (nicht aus China!), Hirse, Reis, Maismehl (kein Genmais!))
  • 50ml Wasser
  • 4 Eier
  • 100g zimmerwarme Kerry-Butter oder Ghee
  • 2 TL Honig
  • 1 Prise Salz
  • nach Lust und Geschmack Brotgewürz oder Kümmel, Sesam, Leinsamen o.ä.

Die Kartoffeln schälen und kochen, anschließend stampfen und abkühlen lassen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Das Mehl unterheben, Wasser und die Eier dazu geben, alles vermengen. 75g der Butter/des Ghee löffelweise dazugeben und zusammen mit den Samen/Nüssen/Gewürzen, die du magst, in den Teig einarbeiten.

Den Teig gibst du in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform oder formst einen Laib, den du auf ein Backpapier ausgelegtes Blech legst. Eventuell mit einem nassen Löffel glattstreichen. Die restliche Butter in kleinen Flocken darauf verteilen, den Laib etwas einritzen und ab in den Backofen. Nach 45 Minuten mit einem Holzspieß mal reinstechen und schauen, ob der Teig gar ist (wenn nichts mehr am Holzspieß kleben bleibt). Auf einem Rost abkühlen lassen.

Das Brot hält sich gut an der frischen Luft (mit der angeschnittenen Seite hinstellen) ca. eine Woche. Das tolle an getreidefreiem Brot ist eigentlich, dass es nicht hart wird.

Hast du ein gutes Rezept für Brot ohne Getreide? Ich würde mich freuen, wenn du es mit allen Lesern teilst! Gern auch als Gastbeitrag. Schreib einfach an nadja@uuliv.de und sei bald der nächste Beitrag am getreidefreien Freitag.

 

P.S. Ich habe leider versäumt ein Foto von dem Brot zu machen. Es folgt also beim nächsten Versuch.

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