Selbsttest: Vitamin C und Allergien

Essential oil with orange_Olio essenziale con fetta di arancioNach langer Überlegung und Selbst-Experimenten habe ich heute mal wieder eine kleine Erfolgsnachricht und ein bisschen Wissen zu teilen. Vitamin C bei Allergien – hilft‘s oder nicht?

In der orthomolekularen Medizin hat sich die Versorgung der Patienten mit Nährstoffen als probates Mittel gegen fast alles etabliert. Insbesondere Vitamine sind ein Quell der Heilung. Dem darf man als normal sozial und pharmazeutisch konditionierter Europäer natürlich jederzeit skeptisch gegenüber stehen. Schließlich haben wir in Europa gesetzlich verordnet kein Vitamindefizit (hahaha!). Da ich in den letzten Monaten und Jahren aber so viele Sachen kennengelernt habe, die mir niemals medizinisches Fachpersonal empfohlen hat, die aber so wunderbar geholfen haben, hab ich auch hier einen Selbstversuch gestartet.

Weihnachten bedeutet für mich Reise, Reise und auch dieses Jahr verbringen wir wieder in einem kleinen Cottage im wunderschönen Irland. Nun haben es Ferienhäuser immer so an sich, dass sie zu Feuchtigkeit und Schimmel neigen – der Tod für jeden Hausstauballergiker. Die letzten Jahre habe ich hier nur mit einer Familienpackung Anti-Histaminika überstanden. Oft lief dennoch die Nase und die Augen schwollen ständig zu und …Allergiker-Alltag. Um ehrlich zu sein, kein Zustand in dem man seinen Urlaub gern verbringt.

Nun habe ich mich mal an das Thema Allergie und Vitamin C gewagt.

Vitamin C unterstützt unseren Körper beim Abbau von Histaminen, die wir entweder aus der Nahrung aufnehmen (alter Fisch) oder die unser Körper freisetzt um Alarm vor unerwünschten Eindringlingen zu schlagen. Bei Allergikern funktioniert das Ganze nicht so super – der Körper schlägt Alarm, wenn ein paar Milben ins Bett machen oder sich Gräser und Pollen im Frühjahr vermehren wollen.

 

Ja, Anti-Histaminika helfen dagegen, aber um ehrlich zu sein fühlt sich niemand wohl andauernd Medikamente zu nehmen. Dem Erreger aus dem Weg gehen, wäre die Alternative. Klar, aber es ist so schrecklich einsam im Vakuum… es muss also eine andere Lösung her.

 

Vitamin C – ein natürliches Anti-Histaminikum

 

Nein, ich bin kein Freund von Nahrungsergänzungsmitteln, aber wer meinen Speiseplan sieht, stellt schnell fest: mehr Obst und Gemüse geht nicht rein in so einen kleinen Menschen. Ich esse Unmengen davon, aber es reicht nicht. Also hab ich diese Woche getestet, ob die Supplementierung mit hochdosiertem Vitamin C etwas bringt. Ich nehme aktuell 1g/Tag und…habe absolut keine Symptome!! Kein Schnupfen, keine schlaflosen Nächte, kein Kopfweh, keine dicken Augen.

 

In diesem Sinne verabschiede ich mich für 2014 von euch und wünsche euch einen hervorragenden Rutsch ins neue Jahr! Bleibt neugierig!

 

Referenzen

Cathcart, R. F. (1986). The vitamin C treatment of allergy and the normally unprimedstate of antibodies. Medical Hypotheses 21(3) 307-321. 

Kompauer,I.,; Heinrich, J., Wolfram, G.,;Linseisen, J. (2007). Association of carotenoids, tocopherols and vitamin C in plasma with allergic rhinitis and allergic sensitisation inadults. Public Health Nutrition 9 (4) 472-479. 

Willers,S. M., Wijga, A. H., Brunekreef, B., Scholtens, S. (2010). Childhood diet and asthma and atopy at 8 years of age: the PIAMA birth cohort study. European Respiratory Journal, 37 (5) 1060-1067.

2 Comments to “Selbsttest: Vitamin C und Allergien”
  • Wischmopp
    29. Dezember 2014 - Antworten

    Hallo!
    Ich lese deine Artikel sehr gern, weil sie sehr informativ und einfach geschrieben sind.
    Zu deiner Vitamin C-Ergänzung habe ich eine Frage.
    Mag ja sein, dass du persönlich kurzfristig durch Vitamin-C-Präparate Linderung hast, aber wie stehst du zu den Studien, in denen mit Vitamin-C-Präparaten (ich rede ausdrücklich von Präparaten, da man die jene Auswirkungen nicht über Obst und Gemüse feststellen konnte) ein stark vermehrtes Lungenkrebsrisiko und Entzündungsverstärker festgestellt hat? Ich habe die genauen Quellen leider nicht mehr, nur weiß ich, dass sie bei ARD/ZDF ausgestrahlt wurden und auch im Internet zu finden sind.
    Grüße

    • nadja

      nadja
      29. Dezember 2014 - Antworten

      Hallo Wischmopp! Vielen Dank für das Lob und den Kommentar. Ja, die Einnahme von Vitaminen gilt seit einigen Jahren auch als gefährlich. Tatsächlich ist es für mich in diesem Fall einfach die Wahl zwischen Pest und Cholera a.k.a. Anti-Histaminika und Vitamin C. Ich würde lieber gar nichts nehmen, aber das hab ich leider noch nicht hinbekommen, auch wenn es im letzten Jahr deutlich besser geworden ist. Grundsätzlich nehme ich das nun in diesem Fall auch nur dort, wo ich so starke Probleme habe. Ansonsten verzichte ich gern darauf.

      Zu den angesprochenenen Studien: in der Tat ist es so, dass es auch hier Studien dafür und dagegen gibt. So testet man immernoch an Vitamin C (intravenös) in der Krebstherapie und verspricht sich sehr viel davon(http://bit.ly/1xscjW8); die Schweizer Krebsliga empfiehlt Multivitamine und ausdrücklich keine hochkonzentrierten Einzelvitamine (http://bit.ly/1AYWLf5); es gibt aber auch Ärzte (u.a. der populäre Dr. Strunz), die das anders sehen. Wie bei vielem in der Ernährungs- und Alternativmedizin ist auch dieses Thema nicht unumstritten und es muss jeder für sich selbst entscheiden.

      Liebe Grüße,

      Nadja

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