Stressmanagement und warum es so wichtig ist

Neben einer gesunden Ernährung ist Schlaf und ein aktives Stressmanagement sehr wichtig für unsere Gesundheit. Chronischer Stress macht uns krank, auf vielerlei Wegen. Dabei geht es aber nicht nur darum, dass der Chef schon wieder eine neue Aufgabe für uns parat hat, die wir irgendwie noch scheinbar nebenbei mit erledigen sollen, sondern auch um den Stress, dem wir uns selbst freiwillig jeden Tag aussetzen. Vor allem unser Denken und unsere Gefühlswelt spielt dabei eine große Rolle. Dessen muss man sich bewusst werden und aktiv etwas dagegen tun.

Was ist Stressmanagement?

Beim Stressmanagement geht es darum, den Cortisolspiegel im Körper auf ein natürliches Maß zu senken. Bei einem gesunden Menschen ist das Cortisollevel am morgen hoch und fällt langsam im Laufe des Tages ab. Wenn wir uns nun aber ständig irgendwelchen Stressoren aussetzen, verändert sich dieses natürliche Muster, der Cortisolspiegel steigt und schafft es sogar in den Nachmittags- und Abendstunden auf ein unnatürliches Hoch. Das ist auf Dauer ungesund, denn Cortisol hat einen Einfluss auf zahlreiche Funktionen in unserem Körper. Es steuert die Insulinausschüttung, die Insulinsensitivität, unser Hungergefühl, unsere Stimmung, unsere Darmgesundheit, das Immunsystem und selbst unsere sexuelle Lust. Für viele, die den ganzen Tag irgendeinem Terminkalender hinterherhecheln dürfte vor allem letzteres keine Neuigkeit sein.

Es gibt aber noch zahlreiche andere Symptome, die zeigen, dass dein Cortisolspiegel außer Rand und Band ist. Hast du zum Beispiel viel Bauchfett? Musst du mitten in der Nacht aufs Klo? Hast du Schlafprobleme? Fällst du am Nachmittag in ein Tief, bist aber Abends wieder voll da? Hast du Schwierigkeiten Gewicht zu verlieren, obwohl du dich gesund ernährst? Wird dein Training immer schwieriger statt leichter? Hast du Hautprobleme, vor allem unerklärliche Pickelschübe im Gesicht?

Was kann man tun?

Wer feststellt, dass die innere Anspannung und das Gefühl ständig auf der Flucht zu sein ihm den Schlaf und die Lebensqualität raubt, sollte schnell die Notbremse ziehen. Es ist wichtig für deine Gesundheit, deshalb sollte das auch höchste Priorität haben.

  1. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht als erstes den Kaffeekonsum stark einzuschränken oder vorübergehend ganz darauf zu verzichten. Auch wenn Kaffee in Maßen gesund ist, so ist er es nicht, wenn dein Cortisol verrückt spielt. Keine Sorge, man kommt auch so durch den Tag. Such dir einen guten grünen Tee, der hält dich auch wach. Man merkt wirklich schon nach kurzer Zeit, dass es einem ohne Kaffee besser geht.
  2. Rück‘ deinen Schlaf auf der Prioritätenliste nach oben. Nichts ist wichtiger als deine 8-9 Stunden Erholung. Diese Stunden braucht dein Körper und dein Kopf um sich vom Tag zu reinigen und auszuruhen.
  3. Geh‘ an die frische Luft und beweg dich. Vielleicht kannst du ein Stück zur Arbeit zu Fuß gehen oder in der Mittagspause mal nicht in die Kantine, sondern eine Runde um den Block. Oder du erledigst den Einkauf am Nachmittag mit den Kindern zu Fuß. Jeder Schritt zählt und jede Minute an der frischen Luft tut deinem Stresslevel gut. Man kann beim Gehen übrigens auch meditieren.
  4. Limitiere deine Kohlenhydratzufuhr. An der Stelle verweise ich natürlich nur auf Paleo. Vor allem für Nicht-Sportler ist es wichtig nicht zu viel Energie in den Körper zu pumpen, die nicht benötigt wird.
  5. Nimm dir Zeit Spaß zu haben und nimm dir Zeit zu entspannen. Das muss nicht auf dem Sofa sein. Viel besser ist es ein Hobby zu haben, an dem man sich erfreuen kann und auf das man für eine gewisse Zeit seine ganze Aufmerksamkeit lenken kann. Auch Autogenes Training, Yoga, Progressive Muskelentspannung, laufen oder schwimmen sind eine gute Variante sich aktiv und bitte ohne Leistungsdruck zu entspannen.
  6. Befass‘ dich mit deinen Gedanken und Gefühlen. Der Punkt ist besonders wichtig und ist von allen am schwersten umzusetzen. Viele Menschen haben Angst davor sich selbst so genau anzusehen und zu verstehen warum sie Angst haben, Druck empfinden, bestimmte Menschen nicht mögen etc. Dabei ist es wirklich wichtig zu verstehen warum wir so fühlen wie wir fühlen, die Gefühle zuzulassen und nicht wegdrücken zu wollen und dann passiert etwas ganz erstaunliches: sie gehen weg. Wirklich. Sie lösen sich einfach in Luft auf. Und das bringt auf einen Schlag sehr viel innere Ruhe.
  7. Suche körperliche Nähe. Eine Umarmung und zwischenmenschliche Berührung sind Gold wert. Sie geben uns das Gefühl nicht allein zu sein und sorgen unmittelbar für ein gutes Gefühl.
  8. Schalte den Rechner aus und das Telefon auf stumm, wenn du es nicht brauchst. Multi-Tasking ist ein Märchen. Dafür sind wir nicht gemacht. Und wir sind auch nicht dafür gemacht nach einem 8-Stunden-Tag noch die halbe Nacht am Smart-Phone rumzuhängen.

Hast du noch Tipps wie man besser mit Stress umgehen kann? Ich freue mich über deinen Kommentar!

1 Comment to “Stressmanagement und warum es so wichtig ist”
  • Ela
    18. Juni 2015 - Antworten

    Danke – wieder ein toller Artikel

    ich habe Entspannung in meinen Alltag gebracht indem ich zum Beispiel bei jedem Toilettengang (da hab ich Ruhe im Büro) alternativ geht beim Autofahren etc. bewußt atme und gucke wie es mir geht.

    ich trinke viel und bin damit viel auf o.g. Ort und da ist glaube ich jeder ungestört

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