Toxische Menschen und wie sie uns beeinflussen

Auf dem Weg ins Büro habe ich heute morgen ein ganz breites Lächeln kassiert, weil ich mit Neugier einem Tischler mit seinem Mercedes-Bus beim einparken zugesehen habe. Er hatte etwa 10cm vorne und hinten Platz. Hats geschafft, mich bemerkt und sich gefreut. Ich mich auch. So ein Lächeln kann einem den ganzen Tag versüßen. Leider ist es manchmal viel zu selten.

Der Mensch ist ein Herdentier. Wir alle wissen das. Wir sind eingebunden in Familien, Feundeskreise und haben fast alle jeden Tag auch Kollegn um uns. Den einen mag man, den anderen nicht so sehr. Das ist grundsätzlich auch ok so. Schließlich müssen wir nicht jeden mögen und vielen kann man auch aus dem Weg gehen. Aber was, wenn der Kollege am Schreibtisch gegenüber, einen mit seinem Verhalten zur Weisglut treibt?

Very angry woman clenching fists

Soziale Kontakte sind wichtig für uns. Sehr wichtig. Sie bieten uns Referenz und Halt, aber sie können uns auch krank machen.  Wenn die „Schwingungen“, die vom blöden Kollegen ausgehen für Tage zu 100% negativ sind. Nein, das ist kein Esoterikkrams. Jemand der den ganzen Tag auf Gott und die Welt schimpft und seine (oft doch noch ganz akzeptable) Situation als einziges Leid begreift macht seine Umwelt krank. Männer werden schonmal laut, Frauen verfallen häufig in eine schreckliche jämmerliche Tonlage, die für umstehende nur schwer zu ertragen ist. Dann kann es einen schonmal nervlich dahin raffen. Ich reagiere beispielsweise sehr empfindlich auf solche Menschen und diese Woche war es mal wieder so weit. Ich hab dann ganz schnell – im wahrsten Sinne des Wortes – die Nase voll oder mir „juckt der Pelz“. Letzteres wahrscheinlich auch, weil ich nicht einfach aus der Haut fahren „kann“ bzw. mir das nicht traue. Ich liebe den Frieden – daheim und auch im Büro. Hautkrankheiten sind ja oft so ein Problem der Abgrenzung zwischen sich und seiner Umwelt. Da sind Dinge in einem drin, die raus müssen, aber nicht können/dürfen/sollen. Das hat man dann von einem christlichen Elternhaus. So lange, bis der Magen oder die Schilddrüse aufgibt, weil man lange genug runtergeschluckt hat.

Klingt absurd, oder? Ist es aber nicht. Diese Menschen und die Gefühle, die sie in uns auslösen sind Höchststress für uns und unseren Organismus. Wir können viel mit unserer Ernährung machen, Bewegung hilft auch, aber Menschen, die uns Sorgen bereiten oder uns aufregen, ohne, dass wir es zeigen können, machen uns krank. Manchmal ist es dann auch sinnvoll sich von diesen Menschen zu distanzieren, Ruhe zu suchen und den Kontakt abzubrechen. Das kann sehr hart sein, vor allem, wenn es die Familie betrifft. Es kann aber auch ebenso heilsam sein.

Natürlich heißt das nicht, dass Du heute Deinen Job hinschmeißen musst, weil Dein Chef ein cholerischer Typ ist. Perspektivisch wäre es aber sicher besser für Dich, wenn Du Dich nach Alternativen umsiehst. Und der jämmerlichen Kollegin kann man vielleicht doch einfach mal sagen, dass sie sich mal am Riemen reißen soll. Wenn sie ehrlich ist, nervt sie sich nämlich selbst. Und schlussendlich darf man sich natürlich auch mal an die eigene Nase greifen. Wie bin ich? Wann habe ich das letzte Mal ein Lächeln verschenkt? Einfach so? Wie zufrieden bin ich mit mir und meinem Leben? Habe ich WIRKLICH Grund mich immer nur zu beklagen? Ist es denn wirklich so, dass um einen rum nur Idioten sind oder messe ich dem einfach nur viel zu viel Bedeutung bei? Kann ich mich besser mit den Umständen arrangieren, wenn ich mich auf mich und meine Ziele konzentriere? Was kann ich anders machen um fröhlich und zufrieden durchs Leben zu gehen?

Und wenn das alles nicht hilft: ab zum Yoga, zum Kickboxen oder auf die Laufstrecke. Die eigene Atmung hören und Kraft für neue Ziele tanken. Bewegung hilft und macht zufrieden.

 

Bildquelle: © Johan Larson – Fotolia.com

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