Leaky Gut – Artikeltipp und Erfahrung

Magen-Darm-Trakt 2

Ein undichter Darm betrifft in den heutigen stressigen Zeiten immer mehr Menschen. Chronischer Stress – sei es durch Arbeit, negative Emotionen oder zu viel Sport – ist allgegenwärtig und in meinen Augen neben der getreide- und kohlenhydratreichen Ernährung auch eines der größten Probleme für unseren Darm.

Ich habe selbst bereits über die Problematik berichtet. Leider gibt es aber im deutschsprachigen raum immernoch wenige Quellen dazu. Deshalb heute ein Tipp zu einem Artikel von Julia Tulipan von leichtergesundleben.at, die sich hier noch einmal mit dem Thema befasst und auch paleo-taugliche Tipps gibt, wie man dem löchrigen Darm zuleibe rücken kann.

Aus eigener Erfahrung möchte ich hinzufügen, dass die Knochenbrühe für mich ein No-Go war. Als Allergikerin hatte ich durch das Entzündungsgeschehen in meinem Körper sehr intensiv mit einem hohen Histaminspiegel zu tun. Jeder Schluck Essig ließ mich blühen. Knochenbrühe enthält wohl einiges an Histamin. Verlässliche Quellen dazu habe ich leider nicht gefunden. Binnen Stunden waren meine Augen dick wie Tennisbälle. Insofern bin ich mir nicht sicher, ob Knochenbrühe für einen bereits entzündeten Körper wirklich eine gute Idee ist. Viele Ärzte – vor allem in der Paleo-Welt – empfehlen es jedoch. Für mich waren zu den schlimmsten Zeiten nur Schmorgerichte und AIP taugliches Gemüse möglich. Ich fürchte, das muss jeder für sich probieren und entscheiden.

Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp, warum ich so darauf reagiert habe? Eine vergleichbare Reaktion kenne ich nur von Aspirin.

Bildquelle: © psdesign – fotolia.com

6 Comments to “Leaky Gut – Artikeltipp und Erfahrung”
  • Christine
    7. Januar 2015 - Antworten

    Das mit dem Histamin ist höchst individuell. Ich habe eine Freundin, die große Schwierigkeiten mit Histamin hat und bspw. Fisch nur essen kann, wenn er quasi direkt vom Kutter kommt. Verträgt nur wenige Gemüsesorten.
    Aber: Fermentiertes Gemüse geht, dabei sollte der Theorie nach der Histamingehalt darin ja noch höher sein als wenn man es frisch/roh äße.

    Der Essig in der Knochenbrühe soll ja helfen, die Mineralstoffe besser aus den Knochen zu lösen. Es geht ganz sicher auch ohne, denn für den entzündeten Darm sind ja vor allem die Aminosäuren Prolin und Glycin so wertvoll.

    Mach doch nochmal einen Versuch: Knochenbrühe ausschließlich aus Knochen vom Weiderind (kein Schwein, kein Huhn) oder vom Weideschaf. Kein Essig, kein Gemüse, kein Salz, nichts mit rein außer Knochen und Wasser. Mindestens 24 Stunden (im Slow Cooker ist’s stromsparend) simmern lassen.

    Du kannst sie dann anschließend nach Geschmack etwas salzen, ich tu noch Kurkuma rein. Bin gespannt.

    • nadja

      nadja
      9. Januar 2015 - Antworten

      Liebe Christine,

      vielen Dank für den Tipp. Ja, fermentiertes gemüse ging bei mir auch nur schlecht. Frisches schon eher. Ich müsste es mal wieder ausprobieren. Auch deinen Knochenbrühetipp werde ich mal ausprobieren. Du bekommst Bescheid 🙂

      Liebe Grüße,

      Nadja

      • Christine
        9. Januar 2015 - Antworten

        Bin gespannt auf das Ergebnis mit der Knochenbrühe!

        Bezüglich Fermenten: Wir reden doch von milchsauer eingelegtem Gemüse? Nicht von Essig oder gekauftem Sauerkraut oder so? Du kennst sicherlich http://www.wildefermente.de, aber für andere Leser gebe ich doch mal den Hinweis. Denn wie gesagt: Obwohl in Fermenten der Histamingehalt nach der Theorie höher sein soll, vertrug die histamingeplagte Freundin die (echten) Fermente gut. Auch für Menschen, die mangels guter Darmbakterien Gemüse roh nicht vertragen, sind Fermente hilfreich, denn sie siedeln nicht nur die guten Tierchen an, sondern das Gemüse ist ja bereits etwas „vorverdaut“ durch die Milchsäuregärung.

        • nadja

          nadja
          9. Januar 2015 - Antworten

          Jaja, wir reden von wilden Fermenten 🙂

  • Julia
    8. Januar 2015 - Antworten

    Hallo Nadja,

    interessant deine Erfahrung mit Knochenbrühe. Ich habe sie sehr gut vertragen obwohl mein Darm ziemlich „leaky“ war und ich auch eine ausgeprägte Dysbiose hatte. Sie wird auch eigentlich von jedem, der sich mit der Thematik beschäftigt empfohlen. Aber vielleicht ist es hier ähnlich wie bei fermentierten Lebensmitteln. Prinzipiell sehr gut, allerdings haben gerade Menschen mit einer gestörten Darmflora auch Probleme mit fermentierten Lebensmitteln, weil eben zu viel von den falschen und zu wenig von den guten Bakterien da sind. Meine Vermutung ist, dass du zu viele histaminproduzierende Bakterien hattest, und dass das Histamin in der Knochensuppe wie Spiritus im Feuer gewirkt hat.
    Nur so eine Vermutung… Was man daraus lernt ist, dass wir alle verschieden sind und jeder Ernährungsintervention auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sein sollte.
    lg
    Julia

    • nadja

      nadja
      9. Januar 2015 - Antworten

      Hallo Julia,

      ja, das ist höchst-individuell, da gebe ich dir Recht. Was genau die Ursache war, weiß ich nicht. Aber ich werde es wieder versuchen und sehen, ob es geht. ich habe über Weihnachten mit der Einnahme von Vitamin C als Histaminsenker nochmal einen ordentlichen Fortschritt gemacht. Vielleicht klappts jetzt besser.

      Liebe Grüße,

      Nadja

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