Vitamin D und warum es so wichtig ist

Hand holds a box of vitamin D3

In meinem näheren Umfeld werde ich oft belächelt, weil ich gern mal darauf hinweise, wie wichtig Vitamin D für uns ist. Außerdem supplementiere ich es, vor allem jetzt in der dunklen Jahreszeit. Ich sitze oder stehe den ganzen Tag im Büro – mein Kontakt mit Sonnenlicht hält sich wirklich in Grenzen. Leider.

Alles Quatsch – könnte man natürlich sagen, aber als Büromensch habe ich wirklich an manchen Tagen keine einzige Sekunde Sonnenlicht. Das ist aber essentiell um ausreichend Vitamin D produzieren zu können. Zwar ist auch in einigen Lebensmitteln, wie beispielsweise fettem Fisch etwas davon enthalten, aber wir nehmen auch davon in der Regel nicht genug zu uns. Genau genommen bräuchten wir jeden Tag 200Gramm Sardinen und das geht in mich wirklich nicht rein.

Säuglinge bekommen selbstverständlich Vitamin D

Während es bei Säuglingen in Deutschland also Gang und Gäbe ist Vitamin D zur Prävention von Rachitis zu verabreichen, leiden viele Erwachsene ganz selbstverständlich unter einem deutlichen Vitamin-D Mangel – meistens auch unentdeckt, denn kaum ein Arzt sucht danach.

Eine Studie des Robert-Koch- Instituts mit 4.030 Erwachsenen und 10.015 Kindern und Jugendlichen in diesem Jahr hat ergeben, dass fast 60% der Erwachsenen an einer Vitamin-D-Unterversorgung leiden (57% der Männer und 58% der Frauen) . Bei den Heranwachsenden sind es sogar fast 70% (62% der Jungen und 64% der Mädchen). Da hat uns die chemische Industrie mit ihren Lichtschutzfaktor 60 Sonnencremes also hin gebracht. Den Speicher, den wir eigentlich für den langen und sonnenlichtarmen Winter haben, füllen wir deshalb kaum noch auf.

Vitamin-D Unterversorgung macht langsam krank

Ja ja, ein bisschen Vitaminunterversorgung ist nicht so schlimm. Selbst das RKI hält sich bei der Empfehlung zur Supplemnetierung stark zurück. Dabei sind diese Zahlen durchaus alarmierend, denn ein Mangel an Vitamin D hat nicht nur negative Auswirkungen auf unsere Stimmung. Wir fühlen uns gedämpft, manchmal sogar regelrecht lethargisch. Es wird in aktuellen wissenschaftlichen Studien auch immer deutlicher, wie wichtig eine optimale Versorgung mit dem Sonnenvitamin tatsächlich ist: so weiß man, dass nicht nur unsere Knochen- und Zahngesundheit von unserer Vitamin-D Versorgung abhängig ist, sondern eine intakte Versorgung auch vor Krebs und Herzinfarkten schützen kann. Außerdem lassen sich zahleiche andere Erkrankungen günstig beeinflussen. Dazu gehören: Diabtes, Asthma, Parodontitis, Muskelschwäche, kardiovaskuläre Erkrankungen und neben Depressionen auch andere mentale Erkrankungen. Mittlerweile wird es auch bei der Behandlung von MS-Patienten eingesetzt.

Fazit

Vitamin-D ist nicht nur für unsere Psyche essentiell, sondern auch für viele andere Funktionen in unserem Körper. Wenn Du das nächste mal beim Arzt bist, lass ruhig mal Deinen Vitamin-D-Spiegel mit kontrollieren. Überhaupt – auch wenn es in Deutschland nicht gern gehört wird: lass am besten gleich alle Vitamine checken – eine Unterversorgung mit verschiedenen Vitaminen ist nämlich gar nicht soo selten.

Edit: Es gibt auch Gegenstimmen, die definitiv in Betracht gezogen werden sollten. Diese ist eine (Englisch): http://liveto110.com/why-you-may-want-to-stop-taking-vitamin-d/

Bildquelle: © concept w – Fotolia.com

 

 

 

 

 

2 Comments to “Vitamin D und warum es so wichtig ist”
  • Pawel
    27. November 2014 - Antworten

    Liebe Nadja,

    vielen Dank für den tollen Artikel.

    Ich supplementiere Vitamin D schon seit vielen Jahren.

    Die meisten Menschen unterschätzen es leider. Man kann damit wirklich mit wenig Aufwand extrem viel gutes für seinen Körper tun.

    Leider halten die meisten Menschen nicht durch es regelmäßig über einen langen Zeitraum einzunehmen. Es benötigt ja meist viele Wochen der Einnahme, bis man die positive Wirkung bemerkt.

    Viele Grüße,

    Pawel

    • nadja

      nadja
      28. November 2014 - Antworten

      Hallo Pawel,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Als wir hier im Kollegenkreis letztes Jahr damit anfingen hat sich die Stimmung im Büro fast in 48h deutlich verbessert. Aus müde und abgeschlagen wurde fröhlich und klar im Kopf. Es kann also auch ganz schnell gehen – vor allem jetzt im Winter. Liebe Grüße, Nadja

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