Yoga? Nicht meine Baustelle. Oder doch?

Wenn du mich vor einem Jahr gefragt hättest, was ich von Yoga halte, wäre meine Antwort recht kurz ausgefallen. Nix. Zu langsam, zu esoterisch, zu langweilig. Yoga ist was für gelangweilte Hausfrauen, die ein paar Mal pro Woche die bunten Leggings auftragen müssen. Ein andauernder Schönheitswettbewerb. Jedenfalls hier in der Großstadt. Dazu noch dieses scheinheilige Gerede von guten Gedanken und Worten und das, obwohl sich die Ladies schon mit Blicken die Augen auskratzen. Ne, Yoga war wirklich nicht meine Baustelle.

Wenn du mich heute fragst, dann muss ich schon etwas weiter ausholen. Es stimmt, bis jetzt fand ich Yoga eher langweilig. Als Dehnungsprogramm zum Ausgleich für Kraftsport ok, aber bitte ohne Om und Namaste-Shanti-Ganeisha-Zeugs.

Oder hab ich mich da geirrt?

Zu Beginn dieses Jahres hab ich mir einen Ruck gegeben. Schließlich stand über dem Jahr das hehre Ziel ruhiger und gelassener zu werden, mein Stresslevel in den Griff zu bekommen und hier und da an meinen Gedanken zu arbeiten. Es hat schon etwas Input aus vielen Ecken gebraucht; gute Vorbilder, die Yoga machen und durch ihre Gelassenheit beeindrucken und ein bisschen Selbstreflektion, aber dann war ich soweit. Bye, bye Pilates; hello Yoga. Die ersten zwei bis drei Stunden hab ich mich schwer getan Freude an der Sache zu entwickeln. Aber dann kam‘s. Das Gefühl nach der Stunde, total erleichtert zu sein; den Kopf richtig zum Schweigen gebracht zu haben und im Anschluss fröhlich nach Hause zu radeln. Nein, ich meine nicht das Schweigen im Kopf, das man beim Laufen erlebt. Ich meine das Schweigen, dass es einem ermöglicht zuzuhören, was da denn eigentlich los ist im Inneren. Und das Schweigen, dass dir die Chance gibt, deinen Körper und deine Gedanken bewusst wahrzunehmen.

Dem Yoga werden viele Heilkräfte nachgesagt. Es gibt ein ganzes Arsenal an Stilrichtungen – jede kann irgendetwas besonders gut für deine Gesundheit tun. Es gibt Hormon-Yoga für die Wechseljahre und es gibt Prasara-Yoga für Leute, die sonst lieber die Muckis spielen lassen. Es gibt Bikram-Yoga für Leute, die es gern sehr warm mögen und es gibt Power Yoga, für Leute, die es sich lieber selber warm machen.

Wer, wie ich in den letzten Monaten mit dem Thema Stress oder emotionalen Ungleichgewichten zu tun hat, sollte Yoga unbedingt mal ausprobieren. Vielleicht nicht heute oder morgen, aber auf jeden Fall übermorgen.

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